Aufschreien gegen Sexismus


4.02.2013 17:26

anonym


Das ach so soziale Medienhaus, in dem ich vor über 10 Jahren meine Ausbildung machte und die zwei sehr nette korpulentere Mädels als Bürokauffrauen einstellte. So weit, so gut. Aber obwohl man sie unter eben diesen Bedingungen einstellte, wurden sie plötzlich heftig von ekelhaften Vorgesetzten angegriffen weil... sie seien fett und hässlich! WTF !! Total liebe Mädels und auf ihre Art echt hübsch!!! Sie beschwerten sich sogar beim Betriebsrat, aber viel Hilfestellung bot der nicht. Hallo-hooo? Aber es gab Zahlprogramme, um die Alkis, die Nachtschicht schieben mussten und daher abhängig wurden, zu fördern. Nur... das waren MÄNNER ! Ich hab sie (Mädels) zwar ganz am Rande in Gesprächen in ihren Wahrnehmungen bestärkt, doch heute denke ich, es war immer noch viel zu wenig! War ja selbst noch Azubine und am Ausloten, was denn am Arbeitsplatz so abgeht. Ich erlebte später noch ähnliche Situationen mit einem widerwärtigen Typen im Vertrieb (heute weiß ich: bösartiger Narzisst). Der maßregelte mich mit Erniedrigung, Frauen seinen widerwärtig, nachdem ich mich gegen die Anmache eines Mitazubis verbal und mit Humor wehrte. Und am Ende der Ausbildung wollte ich mich in der Werbeabteilung bewerben. Doch da saß ein noch viel größerer, echt bösartiger Frauenhasser. Seine Zimmertür stand offen, die Sekretärin sagte ich hätte reingehen können. Ich klopfte. Er machte mich mit eiskaltem Hass und Blick zur Schnecke - ich solle gefälligst zurück über die Türschwelle gehen. Mit Frauen unterhielte er sich nicht und die wolle er auch in seiner Abteilung nicht haben. Frauen wären nicht für eine Karriere geeignet, die gehörten in den Schreibpool. Ich konterte selbstbewusst, auch weil ich meinen Ohren nicht traute. Der Herr blieb aber dabei und die Personalabteilung wiegelte ab, zuckte nur die Schultern. Der sei so, das sei bekannt. So war mein Werdegang vorab auf einen Weg gelenkt worden, den ich sonst nicht gewählt hätte. Aus einfachen Verhältnissen stammend, konnte ich mir nicht leisten, lange nach einer anderen Stelle zu suchen oder ohne Finanzpolster zu studieren. Stipendien gab es noch nicht. Ich studierte erst viel viel später mit elternunabhängigem Bafög. Diese Firma hat sich aber auch heute - nach allem was ich inzwischen wieder mit denen erlebt habe - nicht grundlegend geändert. Geht gar nicht!


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