Aufschreien gegen Sexismus


4.02.2013 17:07

Anonym


Gestern abend bei Feunden. Die Männer fuhren kurz weg, um noch jemanden abzuholen. Ich blieb im Haus bei der Mutter eines Freundes, mit der ich mich gut verstehe. Nach kurzer Zeit kam das Gespräch dann auf Hass im Internet, da wir beide viel im Internet unterwegs sind und das Phänomen kennen. Darüber kamen wir auf #aufschrei. Ich wollte eigentlich das Thema abfertigen bevor die Männer wieder zurück waren aber sie beendete noch ihren Satz, als der erste bereits durch die Tür hereinkam. Er hörte nur etwas von Frauenhass, ohne den Zusammenhang zu kennen, fühlte sich aber gleich befleißigt, Witze über Vergewaltigungen zu reißen und ein Lied zu trällern, wo es um eine Frau ging die auf dem Rücken liegt und von allen "durchgevögelt" wird. Das alles vor der Mutter des anderen Freundes. Ich meinte dann, dies sei jetzt die Art von Kommentaren, die wir dringend benötigten, während die Mutter sich mit genervtem Blick wieder ihrem Kochtopf zuwandte. Wirklich, das Ganze hat System (wird ja auch in dieser und ähnlicher Form von vielen Frauen hier berichtet): Viele Männer glauben, eine Frau habe prinzipiell nicht das Recht, sich jemals über das Verhalten irgend eines Mannes zu beschweren. Und wenn sie es doch tut, ist diese Art Mann sich für nichts zu schade, um die Frau wieder an ihren Platz zu verweisen. Wenn sie sich dann darüber beschwert, dann war ja "alles nur ein Spaß" und man bläst zum Gegenangriff: "Du bist humorlos, du bist eine Zicke, du hast deine Tage."


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