Aufschreien gegen Sexismus


4.11.2013 5:07

anonym


vor ein paar jahren war ich eine wohnung besichtigen. es war nur eine 1-zimmerwohnung und der hauswart führte mich für die besichtigung durch die tür.
ich sah mir alles an und sagte ihm, dass sie mir soweit gefällt, er könne mir ja noch ein paar papiere mitgeben.
er sagt geschwind, ich solle mir doch nochmal die hübsche küche ansehn. ich begutachte also höflich nochmal den herd. er steht hinter mir und faselt mir irgenwas ins ohr.
dann möchte er mir das dachgeschoss zeigen, dass isch dort die bewohner teilen um ihren alten kram zu deponieren. oben ist es dunkel, er drückt mich leicht hinein und steht dann in der tür. komme mir vor als würd ich gleich dort eingesperrt werden.
mühsam quetsche ich mich an ihm vorbei, traue mich nicht, gross was zu sagen. er steht so, dass ich kaum rauskomm.
meine tasche liegt noch in der wohnung. wir gehen zurück und er drängt sich wieder auf. ich sage, dass ich nun gehen muss und versuche höflich mich mit einem normalen händedruck zu verabschieden. doch ich krieg meine hand nicht mehr los, denn er hat sie fest gepackt und zieht mich zu sich, will sich unbedingt mit ein paar küsschen auf die wange verabschieden. sagt "wir verstehen uns doch so gut." ich kann mich nicht befreien und sein ekliges gesicht presst sich an meins, spüre wie er meine wangen besabbert. das letzte "bussi" will er mir auf den mund geben, da entwinde ich mich völlig, krieg meine hand frei und stürze aus der wohnung.
ich war da etwa 19 und er so an die 50, klein, bierbäuchig mit angehender glatze und verschwitztem hemd.
es war grässlich, beängstigend, widerwärtig, ekelerregend, grauenvoll, schlimm.
als ich es meinem damaligen freund erzählt habe, kam nur ein gekichertes "igitt" und "na sowas aber auch", dann wurde das thema gewechselt.


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