Aufschreien gegen Sexismus


18.07.2013 1:24

anonym


In der Bücherei bin ich über ein Buch gestolpert, dass sich auf seriöse Weise mit dem Thema "sexuelle Präferenzstörungen" (Perversionen) beschäftigen sollte. Hierbei wurden interessanterweise fast ausschließlich Männer betrachtet, Frauen höchstens in einem Nebensatz erwähnt. Dabei wies der Titel nicht darauf hin, dass es nur um männliche Sexualität gehen sollte, sondern es wurde wie selbstverständlich angenommen, dass die weibliche Sexualität nicht erwähnenswert sei.
Im Kapitel über Sadomasochismus wurde zudem behauptet, dass diese Präferenzstörung (falls es sich dabei um eine Störung handelt) bei Frauen nicht auftreten würde. Die Frauen, die diese sexuelle Spielart praktizieren, würden dies (in der masochistischen Rolle) nur dem sadistischen Partner zuliebe tun oder als Domina / Prostituierte damit Geld verdienen.
Was für ein Rollenbild: Sexualität und sexuelle Bedürfnisse sind Männern vorbehalten, Frauen dienen nur passiv zu ihrer Befriedigung.

Das Bild wurde übrigens von einer AutorIN geschrieben und ist 2009 erschienen.


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