Aufschreien gegen Sexismus


Wofür diese Seite gut ist

Hier werden Erlebnisse zu Sexismus, Homo-, Queer- und Transfeindlichkeit und zu Rassismus, Klassismus und Ableismus, den Frauen erleben, gesammelt. Das können Kleinigkeiten sein, die sich wie Alltag anfühlen oder sexualisierte Übergriffe und Gewalt, Sachen, die euch lähmen oder aufregen, die euch nerven oder stören. Beschreibt sie so lang oder kurz, wie ihr wollt — gerne anonym. Sexismus ist keine Bagatelle, sondern ein ernsthaftes Problem, das wir nicht akzeptieren wollen.

Eure Geschichten helfen, darauf aufmerksam zu machen:


Triggerwarnung: Im Folgenden finden sich Beschreibungen sexualisierter Gewalt, die nicht eigens gekennzeichnet sind.

12.04.2013 7:12

chi-tace-acconsente


Ich habe mir gerade den Spaß gegönnt, Amazon-Rezensionen zu "Das andere Geschlecht" von Simone de Beauvoir zu lesen. In einer der Rezensionen fand ich folgenden, sehr aufschlussreichen Satz:

"Immerhin wirkt das Buch im Vergleich zu vielen anderen Publikationen des Genres gelegentlich intellektuell. Ob's vielleicht an Sartre lag?"

Zur Erinnerung: Simone de Beauvoir lebte mit dem Philosophen Jean-Paul Sartre in einer Beziehung.

Die Aussage des Rezensenten ist typisch für eine Einstellung, mit der ich immer wieder konfrontiert wurde. Wann immer eine Frau etwas erreicht, gerade auf intellektueller Ebene, und diese Frau eine Beziehung mit einem Mann (vorzugsweise aus einer ähnlichen Berufsrichtung) hat, wird ihr vorgehalten, ihre Leistungen seien eigentlich nicht ihre eigenen, sondern die ihres Beziehungspartners. Dies ist mir immer wieder im Studium passiert. Wann immer ich eine gute Leistung erbrachte, gab es eine Person (zu 99% männlichen Geschlechts), die eine Erklärung konstruierte, warum dies angeblich nicht meine eigene Leistung, sondern die Leistung eines Mannes war. Dies ging auch Kommilitoninnen von mir so, während umgekehrt niemand den Männern vorwarf, ihre Leistungen wären in Wirklichkeit die Leistungen von Frauen.

Übrigens reagierte mein damaliger Beziehungspartner auf solche Kommentare ebenso wie Sartre: Er stellte klar, dass die Behauptungen Unsinn waren.

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11.04.2013 17:19

Anna


Abgesehen von den vielen frauenfeindlich Sendungen, der Werbung und falsch geleiteten Diskussionen:
Die Mitschüler, die einen nicht die Mathehausaufgaben an die Tafel schreiben lassen, weil man ein Mädchen ist und diese deshalb sowieso falsch seien. Der Lehrer, der vor Kollegen meine Laufkunst auf hohen Schuhen bewunderte. Fotos, gemacht von einem Lehrer auf einer Klassenfahrt, von mir und meiner Freundin, die nie aufgetaucht sind. Der Lehrer der mich im Sportunterricht auforderte mit ihm Walzer zu tanzen. Der Lehrer der meine Freundin auf ihre große Oberweite vor der Klasse angesprochen hat.
Dass ich heute nicht mal einen Abend in Ruhe tanzen gehen kann, ohne dass man angefasst, bedrängt und schamlos angebaggert wird. Wenn ich dann sage, dass ich einen Freund habe, kommen nur Bemerkungen wie, dass dieser mich sowieso nur hintergehen würde und ich solle ihn vergessen. Sehr schamlos!
(Prinzipiell habe ich kein Problem damit, wenn man NETT auf ein Getränk eingeladen wird. Das kann man dann klären.) Ich merke immer mehr, dass ich unterbewusst sogar versuche mich entsprechend zu kleiden und mich so zu verhalten, dass ich diese Situationen vermeiden kann.
Leider gibt es noch viel mehr. Schlimm ist allerdings, dass die Sexismus-Debatte immer wieder in falsche Richtungen geleitet wird und man als verkappte Feministin dargestellt wird, wenn man sachlich diskutieren möchte!

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11.04.2013 15:02

Kuchenbäckerin


Ich backe selbst gerne und bringe damit eigentlich selten Männer in Verbindung - vielleicht, weil ich es kaum/nie erlebt habe, dass mal ein Mann in meiner Umgebung einen Kuchen gebacken hat? Aber obwohl ich im Alltag darauf achte, Sexismus zu vermeiden, führte diese Prägung zu einer mir recht peinlichen Begebenheit. Am Wochenende auf einem Kindergeburtstag gab es jede Menge leckeres Backwerk. Spontan wie selbstverständlich lobte ich die Mutter des Geburtstagskindes für die leckeren Kuchen. Ich wäre gar nicht darauf gekommen, dass Sie nicht gebacken hat - sondern der Vater, der etwas beschämt zu Boden schaute...

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11.04.2013 10:48

SWR3-Hörerin


Toll, was für Lieder auf SWR3 laufen: vor einer guten Stunde "Cro" mit "Easy". Ein Text, der vor Frauenverachtung nur so strotzt. Da krieg ich doch echt das Würgen!!!

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11.04.2013 10:19

Anonym


Erfahrungen:

Früher auf dem Weg zur Schule lief ich eine lange Zeit an einer Baustelle vorbei. Da wurde einem hinterher gepfiffen, gerufen und die Kerle fassten sich grinsend auch gerne demonstrativ an den Schritt, machten affige Geräusche dazu und watschelten breitbeinig posierend herum. Ich war damals 13.

Andere Szene aus der Schule damals: Ein paar Mädchen mussten sich vor einem Jungen in eine Reihe stellen wobei er Bewertungen über ihr Äusseres machte, also gewisse Punktzahlen und Ränge verteilte.

Mit 18 von einem alten Kerl nachts verfolgt der immer wieder versuchte mich neben dem Gehweg ins Gebüsch "zu lotsen", bis per Zufall ein Passant um die Ecke bog und mich unwissentlich rettete. Dabei war es noch nicht spät nachts und die Gegend war auch sorgsam als Route ausgewählt.

Da war auch mal ein Mann, der mir wegen einer Meinungsverschiedenheit die Faust ins Gesicht schlug. Als meine Faust dann eine Sekunde später seine Nase erwischte, blickte er ganz verdutzt mit den Worten: "Eine Frau wagt es MICH zu schlagen!?"

Ich sitze in der überfüllten Bahn und neben mir steht ein Mann, der sich während der Fahrt irgendwo am Sitz festhält. Das Abteil schwankt etwas und sein Schritt (zu mir gewandt) bewegt sich mit jedem Ruckler unheilvoll etwas näher an mich ran, und das etwa in Kopfhöhe. Nach links ausweichen geht nicht, da neben mir noch eine Frau sitzt.
Irgendwann spür ich die Berührung an der Schulter, nur ganz leicht und mich überkommt Ekel. Das Abteil schwankt weiter und sein Teil unter der Hose stupst mich fast ununterbrochen von der Seite an. Und es wird immer penetranter. Ich seh kurz zur Seite und merke, dass er immer wieder etwas in die Knie geht oder die Hüften kreist... Der Kerl reibt sich doch tatsächlich an mir! Zum Glück konnte ich just im Moment der Erkenntnis noch rechtzeitig aussteigen - fluchtartig und abgrundtief angewiedert!

Wieder etwas in der Zeit zurück: Freundin und ich sitzen in einem kleinen Restaurant. Damals 15 Jahre alt. Zwei Kerle um die 30 setzen sich zu uns an den Tisch, reden ein bisschen und holen eine Plastiktüte unter der Jacke hervor. In der Tüte befindet sich eine Flasche starken Alkohols und eine Körper Lotion zum eincremen. Im Flüsterton verkünden sie:"Na, wollt ihr mit rauf? Oben hat's Zimmer mit einem Fernseher wo man sich toll amüsieren kann und wir könnten uns ja gegenseitig etwas massieren."
Natürlich sind wir gleich abgehauen.

Eines Abends im Pub mit Bekannten und einem Neuling: Der Neue fragt mich ob ich gerne ein Bier hätte, er würde grosszügig der ganzen Runde was spendieren. Alle freuen sich und nehmen an.
Später vor der Toilette werd ich abgefangen, an die Wand gedrängt und beinahe geküsst, kann aber rechtzeitig abblocken und bin auch nicht schlecht entsetzt.
Er dagegen flippt völlig aus mit Begründung:"Du dumme Kuh! Ich hab dir doch nen Drink spendiert, was willst du denn noch!? Wer ersetzt mir nun das rausgeschmissene Geld!?"

Auch hatte ich mal Probleme mit meinem Boss, der gerne mal nen Kommentar fallen liess und mir auch mal kräftig auf den Po klopfte. Als ich nicht mitmachen wollte, wurde die Arbeit beinahe unerträglich und das Leben wurd mir schwer gemacht. Darüber hinaus hat er mich auch bei seinem Vorgesetzten angeschwärzt und der Job war irgendwann Futsch.

Desweiteren wurde ich als Teenager auch manchmal spontan von irgendwelchen Leuten gefragt, ob ich denn ein "Blase-Hase" sei. Wies man diese Kerle ab, war man kurze Zeit später als "Hure" bekannt die es schon mit 200 Männern und 3 Kamelen trieb. Natürlich auch dann, wenn man zu diesem Zeitpunkt noch Jungfrau war...
Egal, gebrandmarkt war man schliesslich wie ein Kalb.

Was mich auch nervt:

-Leute die sagen es gäbe kein Problem (mehr)
-Aussagen wie "ach, Frauen sollen putzen. Sie sollen doch stolz auf ihre Weiblichkeit sein." Was hat denn bitte meine Weiblichkeit mit schmutzigem Geschirr am Hut?
-diese fehlgeleiteten Antifeministen (aka Hobby-Verschwörungstheoretiker)
-Typische Anmachen auf offener Strasse, Luftküsse und sonstiges Bruftgeröhre
-schlecht informierte Besserwisser und Heuchler
-Frauen die Sexismus noch fördern indem sie zBsp bei Witzen dümmlich mitlachen oder sich treudoof beleidigen und degradieren lassen.

Was im Moment am schwersten ist:

1. Wenn sich auf deiner Strassenseite eine Gruppe junger Männer aufhält. Es gibt kaum was unangenehmeres, ausser man wechselt die Strassenseite was dann wiederum auffällig ist und unter Umständen erst recht Sprüche etc provoziert. Nein, da geh ich mittendurch, fadengrade. Aber ich halt die Luft an. Es ist wie wenn man sich einen Horrorfilm ansieht und weiss, dass jeden Moment der Killer hinter der Tür hervorspringt. Man hält also die Luft an und zählt den Countdown. "Jede Sekunde... Gleich passierts... "
Währenddessen hat man sich der Gruppe genähert, die Kerle werden stumm, drehen sich um. "Gleich kommt was... Uff, wieso hab ich nicht Kopfhöhrer an, dann könnt ich wenigstens so tun als würd ich nix mitbekommen". Ich bin jetzt in dieser Sekunde mitten in der Gruppe, schaue stur geradeaus und wappne mich innerlich gegen Grabsch Attacken.
Doch ich habs geschafft. Unversehrt hindurch gelangt. Der Kopf wird wieder kühler und ich atme endlich aus. Aber genau dann.. kommt doch noch was. Es geht wohl nicht ohne. Irgend ein Spruch, Gelächter. Und schon schauen mich die Passanten an als wär ich vom Mars.

2. Ich sitze im Pub in einer Männerrunde wo hitzig über etwas debattiert wird. Ein interessantes Thema und ich kenn mich aus, also versuch ich mich einzufügen. Fünf mal werd ich überhört. Beim 6. Mal brülle ich den Anfang des Satzes beinahe durch die halbe Kneipe bis wer zuhört. Die Runde dreht sich in meine Richtung. Ich beginne mit meiner Argumentation, doch 3 Worte später hat schon wieder einer lauter gesprochen und die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. (Ich liebe es wenn man mich unterbricht). Ein einziger hört noch zu, dankbar widme ich mich also meinem Publikum. Doch der Erfolg währt nur kurz denn mein Zuhörer hat sich einem andern zugewandt der sensationell einen Salzcracker auf der Nase balanciert. Muss ich wohl die Klappe halten.
Ich gehe auf die Toilette und bei meiner Rückkehr wage ich ein Experiment:
Wie ein Gockel lauf ich zum Tisch, grunze den Nachbarn laut an der sofort Platz macht. Breitbeinig setz ich mich auf die Bank, strecke Beine und Arme aus soweit es nur geht und beanspruche einfach unglaublich viel Platz. Ich schnapp mir unverschämt das Bier meines Nachbarn, nehme einen grossen Schluck und knalle das Glas geräuschvoll auf den Tisch. Alle drehen sich um. Ich kratz mir den Rücken während man mich anstarrt und tue so als würde mich die Gruppe im Allgemeinen überhaupt nicht interessieren.
Und es ist unfassbar: Jemand fragt mich plötzlich nach meiner Meinung bezüglich der Diskussion von vorhin. Den Rest des Abends habe ich also mitgeredet während ich immer wieder deutlich mein Revier markierte und einfach laut war. Und es hat funktioniert.
Doch zu welchem Preis? Muss man sich so sehr anpassen bis man selbst zum Mann wird? Die Alternative sieht nicht unbedingt rosig aus.
Na gut. Ich bleibe dennoch ich selbst und muss nun einfach hoffen, dass irgendwann noch etwas bewirkt werden kann.

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10.04.2013 21:14

M.


Meine Freundin, die sagt, dass Vergewaltigung nicht schlimmer als jede andere Gewalttat sei. Es ist sehr wohl schlimmer, weil es nicht nur ein Angriff auf die körperliche Unversehrtheit ist, sondern eine Reduzierung aufs körperliche Geschlecht mit einhergehender Demütigung. Ich würde dann gerne sagen "Das kannst du nicht beurteilen, weil es dir noch nicht passiert ist!", habe dann aber Angst, sie könnte sagen, ich würde hier mal wieder die Mitleidskarte spielen (als Betroffene). Toll.

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10.04.2013 19:05

Reifenmontage


Ein Reifenmonteur in Rockenhausen (Donnersbergkreis) hat in seinem engen, kleinen Büro nicht nur ein überdimensionales Nacktposter hängen, an dem kein Mensch vorbeikommt, ohne das ansehen zu müssen, er ist auch noch extrem herablassend zu Frauen.

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10.04.2013 18:59

Handwerkerin


Die Firma Stihl und ihre "Mädchenkalender", die angeblich von vielen, vielen Kunden verlangt werden.

Frauen werden in den Kalendern halbnackt oder nackt mit Geräten der Fa. Stihl dargestellt. Die Frauen werden als "Mädchen" bezeichnet, Gelobt wird die wunderschöne Natur, in der die jungen "zarten Wesen" abgelichtet werden.

Frauen sind also nackig und willig, wenn sie im Garten arbeiten, mit Geräten und Maschinen schaffen oder Holz spalten...was eh schon ein Unding ist, aber überlegt mal, was diese Bilder in Kinderaugen transportiert!!! Das ist unverantwortlich.

Ich hatte mich bei der Firma beschwert, aber die finden, dass das nichts Schlechtes sein kann, wenn das so viele eben wollen!

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10.04.2013 16:43

Jurastudentin


Zu dem Beitrag der Nachrichtenhörerin fällt mir gleich ein: Die Abschaffung von § 217 StGB, der die Kindstötung gleich nach Geburt durch die Mutter dem "normalen" Totschlag gegenüber priviligiert, also milder bestraft hat. 1998 wurde dieser Paragraph ersatzlos gestrichen, sodass auch die Tötung eines_r Neugeborenen als regulärer Totschlag - oder, wie vom LG Magdeburg 2008 entschieden und vom BGH (also der höchsten gerichlichen Instanz in D) bestätigt, sogar als Mord aus niedrigem Beweggrund bestraft wird. http://www.hrr-strafrecht.de/hrr/4/08/4-352-08.php
Als dieses Urteil in einer AG in der Uni besprochen wurde, war ich die einzige, die darin einen Zusammenhang mit Geschlechterdiskriminierung sah. Auf meine kritische Nachfrage an den AG-Leiter meinte er nur, er sei nicht der Meinung, dass das was mit Sexismus zu tun habe. Nein, natürlich nicht, kann einem Mann genauso passieren, dass er nach einem Diskobesuch, bei dem er ungeschützten Sex mit jemandem hatte, ungewollt schwanger wird, Angst um seine Existenz, seine Zukunft, seine Beziehung hat, mit allem überfordert ist und deshalb sein Kind nach der Geburt einfach irgendwo liegenlässt, wo es dann stirbt und er dafür für 15 Jahre in den Knast geht. Klar.

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10.04.2013 11:31

Anonym


Dass immer noch Kinder oder Jugendliche im Spaß, zum Beispiel wenn sie gekitzelt werden oder sie sich untereinander im Spiel kabbeln, rufen: "Hilfe, ich werde vergewohltätigt!"

Unfassbar! Wo haben sie das her? Wer hat DIESES Wort erfunden?

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10.04.2013 9:47

Wohnungssuchende


Wohnungsanzeigen vom Samstag in einer großen Tageszeitung: „Alleinerziehender Vater sucht Wohnung…“ und „Berufstätige Mutter sucht Wohnung…“
Reaktionen bei Vermieter/innen: „Dem arme Vater muss geholfen werden. Bestimmt hat er einen anstrengenden Job und dann noch die Kinder…“ und „Die Mutter will ich nicht hier haben. Die hat wahrscheinlich einen 400-Euro-Putzjob und ist total asozial…“
In der gleichen Zeitung etwa 10 alleinerziehende Mütter auf einen Vater. Alle Mütter geben an, dass sie berufstätig sind, weil sie sonst eh keine Chance auf eine Wohnung haben. Der Vater hingegen weiß um die bemitleidenden und bewundernden Gefühle, die er als alleinerziehender Mann bei anderen auslöst und nutzt das natürlich aus.

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10.04.2013 9:20

Zeitungsleserin


Gestern in der Zeitung: der firmeneigene Hort einer mittelständischen Firma wird vorgestellt und die Firma dafür gelobt. So weit, so gut. Dann das Foto dazu: Sechs Männer aus dem Vorstand der Firma, und eine Frau, natürlich die Krippenleiterin.

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9.04.2013 20:33

Anonym


Ca. 1990 Bin in einer Frauenantifa Gruppe. Diskussionen mit der gemischten Antifa.
Es geht um bestehende Gewaltverhältnisse. Einer der Wortführer will uns erklären, worin der Unterschied zwischen Rassismus und Sexismus besteht. Er erklärt uns, dass Rassismus tötet.
Zur gleichen Zeit gab es in der Zeitschrift EMMA eine Auflistung ermordeter Frauen mit der Überschrift: Sexismus tötet. Das kopieren wir auf lila Papier und lassen ihm das zukommen.
Er entschuldigt sich.

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9.04.2013 17:33

Nachrichtenhörerin


Heute wurde eine Mutter verurteilt, die ihre drei Babys getötet haben soll. In den Nachrichten wurde überall von der schlimmen Mutter berichtet. Vom Vater sah und hörte man zumeist nichts. Und wenn überhaupt, dann war er natürlich völlig unschuldig, weil er nichts von den Taten der Mutter gewusst habe. So geht das immer, wenn eine Frau der Kindstötung beschuldigt wird. Die Väter sind unschuldig. Entweder haben sie nichts mitbekommen oder sie hatten sich von der Frau schon zuvor getrennt. Und schließlich sind ja viele Männer ohnehin der Ansicht, die Frau ist selbst schuld, wenn sie das Kind austrägt, obwohl sie (die Männer) es ja nicht wollten. Dass aber ein Mensch (egal ob Mann oder Frau), in dem Moment in dem er ohne Verhütung Geschlechtsverkehr hat, in Kauf nimmt, dass ein Kind entsteht, und dass der Mensch dann auch die Verantwortung für das Kind übernehmen muss, davon wollen viele Männer auch heute noch nichts wissen. So ist der Mann also weiterhin unschuldig, wenn eine Frau ein Kind bekommt und es vor lauter Verzweiflung oder Überforderung tötet. Wie hoch wäre wohl die Tötungsrate, wenn alle diese Frauen ihre Kinder gleich nach der Geburt dem Vater überlassen würden? Wobei die Gesellschaft für überforderte alleinerziehende Väter tatsächlich sehr viel mehr Verständnis hat als für überforderte alleinerziehende Mütter. Wie überall wird auch hier mit zweierlei Maß gemessen.

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9.04.2013 14:50

ChrisBerlin


Mein Schwiegervater aus dem Erzkatholischen Amberg/Moos, der während des Beiseins seines Sohnes sexistische Sprüche mir gegenüber macht.

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9.04.2013 4:20

Anonym


Wenn in der Vorlesung ein Dozent davon spricht, dass "die Menstruation" als eine Krankheit dargestellt und künstlich hochgepusht wird - und ein männlicher Kommilitone den geistreichen Kommentar: "Ja genau! Sollen sich mal nicht so anstellen die Weiber, das bisschen Blut!" von sich gibt...

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8.04.2013 21:20

Anonym


ich habe mir eben mal axe werbung angeschaut, weil ich wissen wollte warum da immer alle dran rummeckern. und ich hab kaum meinen mund wieder zu gekriegt. das schlimmste sind die kommentare. help!

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8.04.2013 16:08

anonym


Ebay mit der Einblendwerbung. Je nach Suche kommt entsprechend sexistische Werbung, wenn ein Mann dahinter vermutet wird.

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8.04.2013 12:25

anonym


der typ der an der bar meint sagen zu müssen: "die XY ist eine Fotze!" ich darauf das will ich nicht hören! er meint nur: "ach bist du auch so eine feministin?". als ob man sich als frau beleidigen lassen müsste und nichts dagegen sagen dürfte.
der bruder von meinem freund, der allen frauen, die er attraktiv findet,hinterherpfeift und dumme sprüche ablässt.

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8.04.2013 11:59

Anonym


Beim Biertrinken mit FreundInnen in der Garage.

Eine Lady will den Wandkalender von März auf April umstellen, sieht nicht sofort, wie das geht (so ein Tageskalender mit Schieber wie in Arztpraxen).

Ein Typ darauf: "Gib ner Frau einen Kaldender zum weiterstellen, schon ist sie überfordert!"

Ich hätte kotzen können. Mir ist nichts zum Kontern eingefallen. Im Nachhinein vlt. sowas wie "Schön, dass du als Mann Kalender weiterstellen kannst, leider hast du dafür keinen Schulabschluss und liegst mit 20 deinem Vater auf der Tasche"... Aber auch blöd, die mangelnde Interlligenz des Typen als Konter-Argument ranziehen zu müssen...

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