Wofür diese Seite gut ist

Hier werden Erlebnisse zu Sexismus, Homo-, Queer- und Transfeindlichkeit und zu Rassismus, Klassismus und Ableismus, den Frauen erleben, gesammelt. Das können Kleinigkeiten sein, die sich wie Alltag anfühlen oder sexualisierte Übergriffe und Gewalt, Sachen, die euch lähmen oder aufregen, die euch nerven oder stören. Beschreibt sie so lang oder kurz, wie ihr wollt — gerne anonym. Sexismus ist keine Bagatelle, sondern ein ernsthaftes Problem, das wir nicht akzeptieren wollen.

Eure Geschichten helfen, darauf aufmerksam zu machen:

Triggerwarnung: Im Folgenden finden sich Beschreibungen sexualisierter Gewalt, die nicht eigens gekennzeichnet sind.

5.09.2013 18:15

Southsidefestival 2013. Während eines Konzertes spürte ich wie jemand hinter mir mir an den Po fasste. Für einen Sekundenbruchteil hielt ich es für einen Zufall, es passierte kurz darauf allerdings nochmal. Ich drehte mich um, hinter mir zwei dämlich grinsende Halbstarke, deren dämliches Grinsen nur noch breiter wurde, nachdem ich sie angeschrien habe es zu lassen.

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3.09.2013 21:19

Meine Mutter hat mich zutiefst enttäuscht, als sie mir sagte ihr Mann (nicht mein Vater) stehe halt auf große Brüste als ich ihr erklärte, dass er mit mir (ich damals Mitte 20, er Mitte 50) baden gehen wollte und mich am Busen grabschte!

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30.08.2013 20:00

- Ich habe mal an einem Urlaubsort für ein paar Wochen gearbeitet. Einmal war ich nachts extrem angetrunken und ging nach Hause. Kaum mache ich die Tür auf und will zum Aufzug gehen, werde ich auch schon gepackt und gegen die Wand gedrückt, Kleid runtergezogen e.t.c. Habe es irgendwie geschafft rauszurennen und bin quasi der Polizei direkt in die Arme gerannt (die Standen ein paar Querstraßen weiter). Nun gut, die haben mich dann nach Hause gebracht. Daheim angekommen, falle ich meinen Mitbewohnern (weibl und männl) sprichtwörtlich um dem Hals, bin völlig aufgelöst und weine. Ich meine, ich habe gerade was schreckliches erlebt. Aber es kommt keine Reaktion.

Am nächsten Tag darauf angesprochen sagt der männl Mitbewohner : "Naja, man könne das ja nicht so ernst nehmen, ich wäre ja betrunken gewesen, außerdem erfinden Frauen öfters solche Geschichten, um sich interessant zu machen! "
Halloooooo? Geht's noch?
Von ca. zehn Leuten, die das mitbekommen haben, hat nur ein Freund entsetzt reagiert und mich nicht in Frage gestellt.

- selber Ort: Männer die jeden Tag Touris im Bett hatten, waren der Hengst. Frauen die ONS hatten wurden als Schlampen und billig bezeichnet.

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29.08.2013 22:50

Der eigentlich nette ältere Stammkunde (ca. 70J.) meiner Werkstatt, der anscheinend seinen Respekt vor meiner (35J.) handwerklichen Arbeit ausdrücken möchte und dafür "So tüchtig! Du wärst eine gute Frau für mich." für eine geeignete Formulierung hält.

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29.08.2013 22:21

2 kleine Kletterhallen-Impressionen:
- drei Typen, die offensichtlich nicht/noch nicht lange klettern und sich dementsprechend schon in leichten Routen ziemlcih schwer tun, beobachten mich starrend in einer Route etwas höheren Schwierigkeitsgrads (stehen dabei ziemlich dicht neben/unter mir) und einer sagt zu den anderen: "DAS ist der Grund, warum wir Männer nie so gut klettern können, wie Frauen: die sind einfach VIEL beweglicher! Scheiß Evolution! Hahaha". Bullshit auf so vielen Ebenen, aber die verletzendste Message: Wenn Du als Frau* was besser kannst, als ich als Mann*, dann muss das an Deinen Chromosomen liegen. Es kann nicht daran liegen, dass Du härter trainiert hast, mehr Herzblut rein investiert hast, Dich mehr angestrengt hast, einfach talentierter bist oder ich es schlichtweg nicht kann - nein, es muss biologisch bedingt sein.
- 4 Tage später, selbe Boulderhalle: Es hat ca. 17 °C in der Halle, trotzdem fühlt sich ein Typ bemüßigt, ohne Shirt seinen super-trainierten muskulösen Männer*-Oberkörper zur Schau zu stellen,macht viel Tamtam um seine Person, super-dominantes Auftreten...ich sitze mit drei Männern* um eine Route, die wir zusammen versuchen, auszubouldern, als besagter Macker-Typ vorbeiläuft, der Person gegenüber, die sich gerade an der Route versucht und "scheitert", einen abfälligen (natürlich total witzigen, ach so spaßigen) Kommentar ablässt über dessen "unmännliche" Leistung und nachschiebt: "Die schrauben hier sowieso nächste Woche um, dann wird's richtig hart - da ist nichts mehr mit Pussy-Klettern hier! Hahaha."
Niemand hat was dazu gesagt, ich auch nicht, aber ich bin gegangen. Stimmung im A****. Und immer wieder frag ich mich: Was wäre eine bessere Reaktion? Ich fühl' mich eingeschüchtert von dieser unerschütterlichen Selbstsicherheit, dieser undurchbrechbaren Dominanz, dieser unendlichen "Coolness" und einer Überlegenheit, die sich sowas erlauben kann. Soll ich im Gegenzug auch männliche Geschlechtsorgane als Abwertung und Beleidigung benutzen? Auf dass sich alle nur noch gegenseitig abwerten und beleidigen?

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29.08.2013 8:44

Es gibt gerade eine Werbung für Deodorant von Nivea, die im Fernsehen läuft. Hier wird eine Frau gezeigt, die ihren Mann, der abends müde und gestresst von der Arbeit heimkommt, bedauert, dass er kein besseres Deo zur Hand hat. Sie selbst kommt mit einem Kind auf dem Arm und Shoppingtüten in der anderen Hand wohlriechend zur Tür herein, denn sie hat ja glücklicherweise das richtige Deo.

Was für Geschlechterrollen werden denn da bitte IMMERNOCH transportiert??? Der Mann arbeitet und die Frau kümmert sich ums Kind und darf dafür shoppen gehen? Das ist m.E.n. ein sexistisches Weltbild!

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28.08.2013 20:42

14 Jahre alt: In der Schule im Physik-Saal als Einzige nen Platz auf einer der hinteren Bänke abbekommen. Der Lehrer leider von der Sorte: Klein, glotzend und grabbelnd. Notenverteilung bei den Mädchen anhand der Sichtbarkeit der Oberweite, und aufgrund von Stillhalten beim Streicheln über Oberarme und Busen-Seite. Ich war zu unsicher, um etwas zu sagen oder zu tun. Aber irgendwer muss was getan oder gesagt haben, denn er wurde samt disziplinarischem Verweis "gegangen". Ich war erleichtert...

17 Jahre alt: Karneval - Mit Freunden auf einer Sitzung gewesen, gefeiert. Kostüm: Piratenbraut (allerdings mit weiten Pumphosen und hohem geschlossenem Kragen am Hemd - nicht im Geringsten "aufreizend") Nach der Sitzung im Stammlokal gewesen, weiter gefeiert & getanzt. Angetanzt worden von alkoholisiertem etwas älterem (jungen) Mann. Er griff mir an den Busen, mit der Frage: "Ui, sind die echt?!" ... ich war kurz wie erstarrt. Dann hab ich ihm in den Schritt gefasst, und zurückgefragt: "Ui, ist der echt?!" ... Er ging. Ich blieb, aber die ausgelassene Laune war "weg". Aber wenigstens hab ich mich nicht mehr hilflos und ausgliefert gefühlt.

19 Jahre: Auf dem Weg von einem lustigen Abend in der Altstadt. Zwei komische Typen, die immer "dran blieben", anzühglich wurden, aufdringlich, demonstratives "sich im Schritt rumgrabbeln" und dann versuchte Handgreiflichkeiten. Lautes Brüllen, und gezielter Einsatz eines Regenschirms später. Ich durchgeschwitzt und aufgewühlt, ein Kerl mit ziemlich zerkloppt aussehendem Gesicht, einer auf dem Boden zusammengerollt mit den Händen im Schritt. Zwei sehr sensible Polizei-Beamte mit Anerkennender Miene und Achtung vor mir. Die Kerle waren schon bekannt, und haben Konsequenzen abbekommen.

20 Jahre: Nach einer Feier von einem "frisch kennengelernten" Mann, der mir wirklich sympathisch war, noch einen Spaziergang aufschwatzen lassen. Eigentlich ging mir alles zu schnell, ich war beschwipst, und mein "nein" wohl nicht deutlich genug. Dass er sich beim Verabschieden so lange an mir "gerieben" hat, bis es ihm kam, war mir mehr als unangenehm. Dummerweise war er stärker und hat geklammert.

20 bis 28: dem Alk immer mehr zusprechender "deutlich älterer Partner", der unter Alk kein Nein gelten ließ, und notfalls auch die Faust nutzte, um seine Meinung "zu verdeutlichen" und diverse "Affären" hatte, weil ich nicht "willig" genug war. Nie wieder! War kein schönes "Lernen"... Irgendwann hab ich ihn auf die Bretter geschickt, und bin gegangen.

Heute: ein Partner, der aufmerksam, liebe- und verständnisvoll, hilfsbereit und nicht patriarchalisch ist und mir zugestehen kann, daß ich zwar (auch, genau wie er) kochen kann, aber ihm in "Technik" und "Werken" und den normativ "maskulinen" Begabungen haushoch überlegen bin, aber dafür einen "Braunen Daumen" habe und kein Hausmütterchen bin. Der mich für meinen Witz, und meine teilweise sehr kernigen Sprüche durchaus schätzt, der mich sein lässt, wie ich bin, und mich trotz (oder wegen? :) ) all dem liebt. Auch wenn er bisweilen mit einem breiten Schmunzeln den Männerbeauftragten fordert, wenn ich wieder mal zu sehr aufdrehe...

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28.08.2013 13:29

Sexismus im Büro? Gibt es nicht angeblich. Daher bin ich ja auch zickig, wenn ich mich aufrege, dass mein Chef im Management "was fürs Auge" will und den männlichen Kollegen gegenüber Verständnis signalisiert, falls die sich hübsche Praktikantinnen holen...

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28.08.2013 1:15

"Wie heißt denn die Kleine?" Wenn in (amerikansichen) Filmen Männer andere Männer nach dem Namen einer Frau fragen, die gerade nicht zuhört. ARGH!!

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26.08.2013 15:42

Jemand, den ich eigentlich als Freund bezeichnen würde neulich zu mir übers Internet:
"Es wäre hier viel schöner, wenn du hier wärst." Da habe ich mich gefreut, aber dann kam: "Dann hätte ich was zu gucken."

War wahrscheinlich als Kompliment gemeint, aber... Geht's noch??

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26.08.2013 15:20

Ein Bekannter von mir begrüßt mich immer mit "Hallo schöne Frau"/"Hallo Hübsche". Nervt mich unglaublich.

Eben ein Gespräch mit einem anderen Bekannten:
Ich: Die anderen sind auch nett
Er: Aber nicht weiblich und auch nicht attraktiv
Ich: Okay.... schön, dass das die einzigen Qualitäten sind, die du an mir magst
Er: Nicht die eizigen, aber die wichtigsten
Ich: Okay, na danke
Er: Frauen sind immer so komisch

Ich fühle mich immer so schlecht, wenn ich dann meckere...

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25.08.2013 14:47

ich hasse es, dass ich (gern auch von meiner mutter!) auf hormonelle schwankungen reduziert werde, wenn ich genervt auf irgendetwas reagiere oder wütend bin. es können ja nur die prämenstruellen hormone sein, die mich dazu bringen, genervt oder wütend zu sein. übrigens passiert das unabhängig von meinem zyklus. vielleicht weil ich nicht nur hormone, sondern auch ein hirn habe...

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25.08.2013 14:26

es ist wirklich ein armutszeugnis für diese gesellschaft, wie sehr frau angegafft (im besten falle) wird, wenn sie mit unrasierten achseln, beinen oder bikinizone in der öffentlichkeit auftritt. letzteres z.B. im schwimmbad und ja, intimbehaarung wächst auch über den rand der bikinihose hinaus! männer hingegen können jedes körperhaar ungestraft sprießen lassen, ohne als unhygienisch zu gelten. unfair! :(

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25.08.2013 14:19

auf partys werde ich manchmal von männern, die mich offensichtlich anmachen wollen, gefragt, ob ich einen freund habe. vermutlich wollen sie so erfahren, wie ihre chancen stehen, bei mir zu landen.
wie wär's denn, wenn ICH erstmal gefragt werden würde, ob ich überhaupt interesse habe?! schließlich geht es ja wohl um mich und nicht darum, ob ich jemandem "gehöre"! vielleicht stehe ich auch gar nicht auf männer oder bin zwar hetero, aber gerne single?! vielleicht habe ich auch einen freund, aber wir führen eine offene beziehung?! so viele möglichkeiten, die in den hirnen dieser männer scheinbar nicht existieren...

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25.08.2013 14:09

es ist winter, ich habe eine erkältung und infolge dessen keine stimme mehr. zusammen mit meinem freund gehe ich zum bäcker. als der verkäufer mitbekommt, dass ich keine stimme mehr habe, sagt er zu meinem freund sinngemäß: "endlich mal still, die alte, was?!" haha. nicht witzig.

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25.08.2013 13:41

Ich unterhalte mich mit einer Freundin über Lohnungleichheit und unfaire Fragen in Bewerbungsgesprächen (Wie regeln sie denn die Kinderbetreuung?..) und ein Bekannter möchte auch was dazu sagen.
"Aber schüchterne Männer haben es doch noch viel schwerer als Frauen"
-> Dieses ständige "What about the men!". Kindergarten *gähn*
Als ich ihm lächelnd sagte, dass er das gerne glauben darf wenn es ihm damit besser geht und das Gespräch mit ihm abbrach, versuchte er auf bemitleidenswerte Art und Weise den ganzen Abend über mit Sticheleien zu provozieren. (Wir kamen von Toilette zurück und fragten "Haben wir was verpasst?" -> "Ne, XX hat der Kellnerin zwischen die Beine gefasst, sonst nichts" tihihi). Darauf zu reagieren ist sinnlos, da halte ich mich an das Mantra "I can explain it for you, but i can't understand it for you"

Ich hab nichts dagegen über Männer zu reden aber wenn zum hundertstenmal ein Mann bei einem Gespräch über Frauendiskriminierung reingrätscht (Aber die Männer!!!!!!)dann werd ich nicht mehr höflich darauf reagieren.

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24.08.2013 22:19

ich hatte ne zeitlang eine affäre mit einem freund. als das vorbei war, landete ich angetrunken mit einem kumpel von ihm im bett. mal davon abgesehen, dass ich sagte: "ich glaub nicht, dass das eine gute idee ist" und er darauf entgegnete "doch, das ist auf jeden fall ne gute idee!!", teilte er es seinem kumpel, meiner ex-affäre, umgehend mit, dieser schrieb uns beiden daraufhin eine nachricht, in die er eine sequenz aus how i met your mother einfügte: barney sagt "i had dibs"
besonders im nachhinein (ist n weilchen her) und nachdem ich mich viel mit -ismen beschäftigt hab, find ichs einfach nur widerlich.

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24.08.2013 16:14

heute: meine Töchter spielen mit Pfeil und Bogen. Das sieht der Nachbar und sagt: "Dass die mit so etwas spielen – als Mädchen!"

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23.08.2013 23:30

Vor ein paar Jahren auf dem Flohmarkt. Eine Freundin und ich waren an einem Stand und schauten uns sehr hübsche Geschirr-Sets an, nahmen sie entsprechend auch in die Hände. Das "Bitte nicht anfassen"-Schildchen war so klein und so versteckt, dass wir es eben komplett übersehen hatten. Doch statt uns einfach freundlich darauf hinzuweisen, dass wir die Sachen nicht anfassen sollen, sagte der (etwas ältere) Verkäufer zu meiner Freundin: "Stell das wieder hin. Mit deinen Puppen kannst du zu Hause spielen, Mädchen." (Das "Mädchen" war übrigens bereits Mitte zwanzig. -.- ) Nachdem ich es meiner Freundin übersetzt hatte (sie kommt nicht aus Deutschland), haben wir den Stand verlassen. Ich habe es nachher wochenlang bereut, dass ich dem Typen nicht geantwortet hatte, aber ich glaube, ich wüsste auch heute nicht, was ich in einer solchen Situation sagen sollte. Solche Kerle sind so dumm, die schnallen einfach nicht, worüber man sich aufregt!

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22.08.2013 18:09

Eine junge Frau stirbt nach einem Haiangriff. Was wird in den Nachrufen stets als erstes betont? Dass sie eine schöne Frau war.

Grandios, Leute. Das ist natürlich alles, was am Leben eines verstorbenen Menschen das Wichtigste ist - dass er schön war.

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