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Hier werden Erlebnisse zu Sexismus, Homo-, Queer- und Transfeindlichkeit und zu Rassismus, Klassismus und Ableismus, den Frauen erleben, gesammelt. Das können Kleinigkeiten sein, die sich wie Alltag anfühlen oder sexualisierte Übergriffe und Gewalt, Sachen, die euch lähmen oder aufregen, die euch nerven oder stören. Sexismus ist keine Bagatelle, sondern ein ernsthaftes Problem, das wir nicht akzeptieren wollen.


Triggerwarnung: Im Folgenden finden sich Beschreibungen sexualisierter Gewalt, die nicht eigens gekennzeichnet sind.

26.06.2013 14:16

Irgendwie dachte ich immer, dass es das nciht wirklich gibt und dass wir ja doch alle irgendwie ganz 'gleichberechtigt denken' - aber immer wieder fällt mir auf, dass Männer selten damit umgehen können, wenn eine Frau etwas besser weiß! Und wie dann einfach darüber hinweggegangen wird oder die Frau irgnoriert wird! Letztens auf iener Party hat ein Typ sich von mir weggesetzt, nachdem ich eine Sache besser wusste. Und das ätzendste: ich habe mcih danach echt gefragt, ob ich ihm vielleicht nicht hübsch oder nett genug war! Gefangen im Diskurs...


25.06.2013 23:12

Letztens habe ich noch mit einer Freundin darüber gequatscht, dass man mittlerweile
immer damit rechnen muss, mindestens einmal mit einer unangenehmen Situation konfrontiert zu werden, wenn man mal das Haus verlässt.
Klingt vielleicht übertrieben. Doch dann bin ich mal abends, als es noch hell war,
mit meiner Schwester kurz einkaufen gegangen. Es war angenehm warm, aber ich habe eine lange Jeans getragen und ein Shirt ohne tiefen Ausschnitt, meine Schwester ebenfalls.
Leider entdeckten wir schnell, dass sich auf unserem Weg paar Typen befanden, an einer Bank mit Bier, ungefähr im Alter von 18 bis 22 Jahren. Es war schon zu spät, um umzukehren, daher dachten wir uns : "Augen zu und durch".
Ich habe sie nicht angesehen, übertrieben angespannt habe ich starr nach vorne geguckt und natürlich musste ja ein Spruch kommen:
"Na wie gehts euch, ihr Mini-Muschis".
Ein anderer: "Geht bloß weiter!".
Eine Frage: Warum müssen wir das aushalten? Warum müssen wir uns so etwas anhören? Das Traurige ist ja, dass ich genau gewusst habe, dass so etwas passiert,
man rechnet schon mit nichts anderes!
Warum werden wir so behandelt? Vor allem dachte ich mir, ich hätte denen echt den Mittelfinger zeigen müssen, aber ganz ehrlich, wenn die gerade am saufen sind, in der Mehrzahl, dann weiß man nicht, was für Aktionen noch kommen, wenn man sie provoziert, wir befanden uns ja auch schließlich auf einem Feldweg.
Ich bin eine Frau und ich will nicht Angst haben, ich will nichtt angespannt sein und mir die Gedanken über eine Klamotten zerbrechen müssen und vor allem möchte ich nicht so ein negatives Bild der Männer haben. Denn nach etlichen Situationen verabscheue ich sie beinahe, dabei weiß ich genau, dass es auch noch "Normale" gibt.
Wäre nur schön, wenn es von ihnen mehr gebe.
Jedenfalls habe ich mir gewünscht, dass die "Mini-Muschi-Typen" nie eine Freundin kriegen. Wenn sie erst fremde Frauen so respektlos betrachten und behandeln, will ich nicht wissen, wie sie erst in Beziehungen sind. Grässlich.


25.06.2013 17:46

Als ich das erste mal mit meinem Kilt an eine Party ging, haben mir mitten auf der Tanzfläche sicher fünf Typen einfach so den Kilt hochgehoben, um nachzuschauen ob ich Unterwäsche trage.
Dass in dem Kilt ein Typ steckte war dabei egal. Rock und lange Haare scheinen ihre Wirkung auch so nicht zu verfehlen.

Aus vorbeifahrenden Autos wurde ich auch schon öfters angepfiffen oder angemacht ("Hey Chicca!") -- und als das Auto dann auf meiner Höhe war und sie meinen Bart sahen kam dann jeweils ein ziemlich verängstigtes "Scheisse das ist ja ein Typ, schnell weg hier!"


25.06.2013 17:22

Der Dozent meines Seminars an der Uni ist schon etwas bejahrt, er scheint noch aus der alten Schule zu stammen, mit all ihren Geschlechterklischees.
Eine Sitzung ohne frauenfeindliche Bemerkungen gibt es bei ihm nicht: So hat er uns u.a. versichert, dass zwar seine Assistentin die Seminararbeiten liest, er aber die Noten macht, da eine Frau keine Noten geben sollte. Außerdem erzählte er über eine Professorin, die zu intelligent sei, dass ein Mann sich für sie interessieren könne.
Wenn in einer seiner zahlreichen Erlebnisse oder Anekdoten eine Frau vorkommt, imitiert er diese meistens mit überzogen hoher Stimme, um sie ins Lächerliche zu ziehen.

Der Dozent ansich ist aber beliebt und auch viele Frauen wählen seine Seminare, weil sich dort niemand überarbeitet und die Noten stimmen. Wenn ich daher obige Dinge bei den Mitstudierenden anspreche, ernte ich nur ein müdes Lächeln.



25.06.2013 12:42

Ein guter Freund von mir, war früher immer sehr sensibel für Gleichberechtigung usw. Da er neuerdings etwas unzufrieden darüber ist, dass er keine Freundin hat, hat sich auch plötzlich seine Meinung zum Thema geändert: Frauen sind nämlich jetzt alle hinterhältige Schlampen (weil sie andere Männer wollen und nicht ihn) und überhaupt würde ich diese Sexismus-Sache auch etwas zu ernst nehmen. Und irgendwie wird mir mehr und mehr klar, dass er sich offensichtlich vorher nur mit dem Verständnis für Gender-Themen geschmückt hat... Das lässt mich schier verzweifeln...gibt es überhaupt Männer, die in dieser Sache Empathie haben?! Und: Ich könnte kotzen, wenn ich die agressiven Kommentare unter Artikeln zum Thema lese, in denen mal wieder vom 'Opferabo' die Rede ist!


25.06.2013 10:57

Ich bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen und habe dort viele Jahre im Orchester mitgespielt. Als Teenager (zwischen 14 und 16) war ich in unseren Dirigenten (damals um die 30) verknallt - Rückblickend (das ganze ist über 10 Jahre her) eine harmlose Schwärmerei. In der Situation - erstes Mal verknallt usw. - sieht man das natürlich anders. ich dachte ich war total in ihn verliebt, habe aber nie direkt Anstalten oder Annäherungen gemacht, weil er verheiratet und ja viel älter war und ich mich nie getraut hätte, Grenzen zu überschreiten. Meine Umwelt sah das leider anders. Der ein oder andere hatte wohl doch mitbekommen, dass ich ihn sehr mochte und wir haben auch mal Zeit alleine verbracht - bein Fahrten zu Auftritten usw. wobei NIE etwas passiert ist. Nach einiger Zeit hat mir dann eine Frau aus dem Orchester erzählt, man zerrede sich schon seit einiger Zeit (1 - 2 Jahre) das Maul über uns, und dachte, wir hätte eine Affaire. Der Knaller war dann noch, dass seine Frau irgendwann bei mir zu Hause anrief und mich ewig ausgefragt hat, ob das stimme, sie säße als schwangere Hausfrau hilflos zu Hause, während ich ihr den Mann ausspanne usw. Ich war damit völlig überfordert, habe natürlich alles verneint. Damals war ich am Boden zerstört, weil es doch eine heimliche Verknalltheit sein sollte und nun alle ein Urteil über mich gebildet hatten.

Aber das eigentlich Schlimme: Ich war 14/15/16 in besagtem Zeitraum. Und ICH sollte die Lolita sein, die den verheirateten 30jährigen verführt hatte? NIEMAND hat auch nur mal eine Minute überlegt, dass wenn tatsächlich etwas zwischen uns passiert wäre, ER für SEx mit einer Minderjährigen drangewesen wäre!!! Alle im Orchester WUSSTEN ja angeblich von unserer "Affaire", aber in dem ganze Zeitraum hat mich niemand mal gefragt, ob das stimmt, ob ich, EIN KIND, von einem erwachsenen Mann missbraucht werde o. ä. Aus irgendéinem Grund wurde ich wie eine Erwachsene eingeordnet, die ihr Handeln anders einordnen kann und es wurde als normal erachtet, dass Teenager-Mädchen etwas mit Älteren aus dem Dorf anfangen (in einem anderen Fall wurde auch einem Mädchen in meinem Alter soetwas nachgesagt und die einzige Ansprache, die sie erfahren hat war, "dass sie sich das doch gut überlegen solle, mit dem etwas zu haben, aus den und den Gründen").

Ich kann es bis heute nicht fassen, dass eine große Gemeinschaft, in der ich mich eigentlcih auch geborgen gefühlt habe, mich nicht beschützen wollte, als es nötig war. Und dass ein Teenager, der einfach die Dinge (Liebe, Sex und alle Nuancen, die dazugehören) nicht richtig einordnen kann, als Täter gesehen wird, und nciht als Opfer


25.06.2013 10:39

Ich gehe mit einem Tablett in beiden Händen auf das Büro des Chefs zu und bitte einen Mitarbeiter, mir die Tür zu öffnen. Er öffnet stattdessen seine Hosentür. Nachdem ich ihn wegen sexueller Belästigung angezeigt hatte, streitet er diesen Vorgang und weitere ab.


25.06.2013 4:03

Der Discothekenbesitzer für den meine Schwester in ihrer Jugend an der Theke gearbeitet hat. Als sie nach einem Auslandsaufenthalt mit ein Paar Kilos mehr nach Hause kam, liess er vor versammelter Mannschaft folgenden Spruch ab: "Das ist ja wie wenn man einen Ferrari weg gibt und einen LKW zurück bekommt!" Der Mann war zu dieser Zeit (glücklich?) verheiratet mit zwei Kindern, Haus, Hund und Garten.


24.06.2013 21:47

Ich bin vor ein paar Wochen mit meiner Freundin in die Nachbarstadt gefahren, weil sie sich ein Motorrad gebraucht kaufen wollte. Angekommen, unterhalten wir uns beide ein wenig mit dem Besitzer, sie schaut sich dann in aller Ruhe die Maschine an. Überprüft den Zustand, die Bremsen, die Reifen, guckt in den Tank, überprüft die Züge und so weiter und so fort. Ich unterhalte mich weiter mit dem Besitzer, der mich dann irgendwann fragt "Joa, hast du deinen Schein jetzt grade gemacht oder bist du vorher schon ne andere Maschine gefahren?"
Und der dann auf den Hinweis, dass nicht ich, sondern meine Freundin die Maschine kaufen will, sie mit Fragen a la "Hast du überhaupt nen Führerschein dafür" (bitte was?), "Kennst du dich überhaupt aus mit dem, was du da machst", "Ist dir die Maschine nicht viel zu groß und leistungsstark" und teilweise auch deutlichen Sprüchen zum Thema motorradfahrende Frauen zuquasselt.
Letztendlich sind wir dann wieder umgedreht und haben uns nach anderen Maschinen umgesehen, und wir hatten beide extrem das Gefühl, dass er mir diese Fragen nicht gestellt hätte.


24.06.2013 20:07

wenn mich mein selbst ernannter bester freund immer "kätzchen" nennt und mich zum "lunzen" verführen will


24.06.2013 16:51

Wie ich mich schon freuen muss, wenn in einer Fernsehserie Frauen mehr oder weniger durchgehend ok dargestellt werden.


24.06.2013 16:46

Unrasierte Beine und Achseln bringen mir andauernd verschiedenste Blicke ein. Diese Normierung der akzeptablen Frau kotzt mich so an.


24.06.2013 16:38

Eine Freundin erzählt von dem Typen, der am Donauinselfest in den Büschen stand, so, dass nur der Schatten zu sehen war, Frauen beim Urinieren zusah und dazu masturbierte.

Solche Sachen werden viel zu oft als "krank" abgetan. Dass eine Machtposition ausgenutzt und eine Frau gegen ihren Willen entblößt gesehen und sexualisiert wird, fällt dabei unter den Tisch.


24.06.2013 11:37

Also, ich als Mann muss nun auch mal meinen Senf hier dazu geben. Folgendes ereignete sich letzte Woch bei einem Autohändler.

Ich war mit meiner Frau und Schwiegermutter bei einem Autohaus da meien SW sich ein neues Cabrio zulegen wollte. Die vorführung wurde von einem 30 jahre alten ehemaligen Preisboxer durchgeführt und auf alle mögloch Fragen seitens meiner Schwiegermutter kamen nur dumme bemerkungen. z.B. "Einparkhilfe? Wozu brauchen Sie die denn. Sie sollten sich auf`s vorwärts Fahren konzentrieren..." Nach drei, vier solcher Bemerkungen musste ich dann einschreiten. Worauf mich dieser Vollidiot nnicht nur Verbal sondern auf Köroerlich angriff. Hab soetwas häufiger. Bin 1,97m groß und recht muskolüs. Hier haben meien Geschlechtsgenossen oft den drang sich an mir zu beweisen.... Wir wurden dann als dumme und uneinsichtig betittelt.. Nach dem ich den Geschäftsführer und seinem eifrigen Verkäufer erklärte habe wie man mit Mitmenschen umzugehen hat wurde ich als "Frauenversteher" betittelt und wir wurden gebeten zu gehen. Schon komisch was sich mansche leute einbilden... Wir sind freundlich auf den Verkäfer zugegangen und haben uns nichts zu Schulden kommen lassen, dumm und ungebildet würde ich uns auch nicht nennen. Meine SW ist Ärztin, meine Frau Dipl. Kauffrau und ich Dipl. Informatiker...


24.06.2013 10:38

Der Physiotherapeut, der mir mit 15 nachdem ich mir den Oberschenkel gebrochen hatte, beim Massieren eben diesen mehrmals an die Vagina fasst. Das war meine erste und letzte Stunde bei der Physiotherapie. Meinen Eltern habe ich immer erzählt, ich würde immer noch dort hingehen, setzte mich aber stattdessen in den Park und wartete einfach die Zeit ab.

Ein Unbekannter, der mich nachts auf meinem Nachhauseweg mit 23 verfolgte,irgendwann seine Hosen herunterließ und vor mir das Masturbieren anfing.

Ein "Freund", der betrunken in einer Situation in der wir alleine waren, einfach seinen Penis herausholte und versuchte ihn mir ins Gesicht zu drücken. Ich habe ihn mehrmals klar aufgefordert, dies zu lassen. Auch hatten wir nie miteinander geflirtet.
Am nächsten Tag entschuldigte er sich via Facebook und sagte, er sei betrunken gewesen, sorry. Als ich darauf nicht antwortete, schrieb er, ich solle mich nicht so anstellen.
Ich habe die Freundschaft dennoch beendet und ihn nicht wiedergesehen. Ich finde nicht, dass das eine akzeptable Verhaltensweise ist, egal ob man betrunken ist, oder nicht.


Zwei sichtbar wohlsituierte Rentner kabbeln sich wegen einer angedätschten Stoßstange in einem innerstädtischen Wohngebiet. Es wird hirschiger, obwohl nicht viel passiert ist, die Diskussion erhitzt sich. Leute fangen an aus dem Fenster zu schauen. Leute bleiben stehen. Die beiden werden immer lauter.

Die beiden entzünden sich an der Frage, ob die Polizei zu rufen sei, und werden ungehalten, bis kurz vor handgreiflich, bis einer in sein Auto steigt und ob der Lappalie dem anderen einen Stinkefinger zeigt und brüllt:

"Deine Mutter ist eine bloss eine dreckige Nutte."
Der andere brüllt dem Wegfahrenden hinterher:
"Deine auch!!!".

Ernsthaft?
Nein, IHR könnt kein Auto fahren.

Aber auf den Gedanken kämen die nie.
Mülleimer Frau muss her, alles reinstopfen, Deckel drauf.

ES REICHT.



24.06.2013 0:23

Ich habe mich vor einigen Tagen für einen höhere Position in meinem Unternehmen beworben und wurde schließlich mit einigen anderen BewerberInnen zum Gespräch eingeladen. In dem mir unbekannten Gebäudekomplex hingen sogar freundlicherweise Schilder aus:
Bewerber bitte hier entlang (mit Pfeil).
Auch wenn nur ein einziger Mann dabei war (aufgrund der Frauenquote für Führungspositionen nehme ich an) stand dort nicht "Bewerberinnen" sondern klar und deutlich "Bewerber". Eine Unverschämtheit!


24.06.2013 0:19

Der Freund meines Vaters, der einen Spruch über meine Brüste bringt, während Papa schweigend daneben steht.


24.06.2013 0:12

Die Heizung tropft. Und zwar stark. Und was sagt der Notfall-Installateur, wenn ich ihn anrufe und das Problem beschreibe? "Ist da auch ein Mann in der Nähe?"


24.06.2013 0:04

Die drei Jungs die ja netter Weise anhielten als mein alter Golf seine Lichtmaschine gen Himmel jagte und überbrücken wollten.

Ich gab ihnen dreimal den Hinweis, dass es nicht richtig ist plus mit plus und minus mit minus zu verbinden, sondern, dass ein Kabel an ein unlackiertes Karosserieteil muss.

Nein, das sei so. Ich hätte keine Ahnung. Sagten drei 5 Jahre jüngere.

Beim vierten Mal, wurde ich energisch, denn bei falscher Überbrückung kann viel passieren. Einer riss mir den Autoschlüssel aus der Hand "ich soll mich nicht so anstellen".
Sie waren drei, ich eine.

Ich nahm alle Mut zusammen hielt ein weiteres Auto an, da ich nicht an die Kabel kam und sie keinerlei Anstalten machten die Kabel zu lösen, einer sogar einstieg um völlig planlos die Wagen anzulassen. Gott sei dank hielt ein weiteres Auto an, und trotz Wissen, dass es anders geht und energischen Durchgreifen musste der weitere Herr den jungen Besserwissern erklären, dass es tatsächlich Plus mit Plus und eins an die Karosserie ist.

Woraufhin sie ruhig nickend sagten, "ah ok", dann machen wir das so.

Jo.
Nix cool.
Wozu immer diese nixnütze Machthaberei?


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