Aufschreien gegen Sexismus


Wofür diese Seite gut ist

Hier werden Erlebnisse zu Sexismus, Homo-, Queer- und Transfeindlichkeit und zu Rassismus, Klassismus und Ableismus, den Frauen erleben, gesammelt. Das können Kleinigkeiten sein, die sich wie Alltag anfühlen oder sexualisierte Übergriffe und Gewalt, Sachen, die euch lähmen oder aufregen, die euch nerven oder stören. Beschreibt sie so lang oder kurz, wie ihr wollt — gerne anonym. Sexismus ist keine Bagatelle, sondern ein ernsthaftes Problem, das wir nicht akzeptieren wollen.

Eure Geschichten helfen, darauf aufmerksam zu machen:


Triggerwarnung: Im Folgenden finden sich Beschreibungen sexualisierter Gewalt, die nicht eigens gekennzeichnet sind.

14.05.2013 18:03

Anonym


Die Lehrerin die sich für ihr Unwissen über Autos damit entschuldigt, dass sie sich ja eine Frau nennen darf.
Zahlreiche Beiträge in Foren mit Titeln wie "Wie kriege ich sie rum" oder "Wie anmachen, anspreche?" und auf der anderen Seite die Tipps für Frauen/Mädchen, wie sie am besten rüberkommen (schminken, stylen etc.). Das ist so zum erbrechen.
Hilfee!

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14.05.2013 8:36

Anonym


Letztes Wochenende gehört: "Und die Frauen haben die Küche geputzt, sie waren also da, wo sie hingehören."

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13.05.2013 12:12

Journalistin


Dass die Bild-Zeitung Michelle Hunziger zitiert mit dem grauenhaften Satz "Wenn es ein Mädchen wird, machen wir gleich noch ein Kind" (in der Hoffnung, dass es dann doch noch was Richtiges, also ein Junge, wird), ist sicherlich der frauenverachtenden Masche dieses Blattes geschuldet, trotzdem widerlich (nicht zuletzt seitens der zitierten Dame, die es mit dem Satz "Toll, wenn es ein Mädchen würde" sicher nicht zur Schlagzeile geschafft hätte).
Dass ich aber heute in der (eher progressiven) Berliner Zeitung neben einem kritischen Artikel über die gläserne Decke, an die Frauen bekanntermaßen auf dem Weg zu Führungspositionen stoßen, einen anderen Artikel lese, den der männliche Autor beginnen lässt: "Am Lietzensee in Charlottenburg scheint die Welt noch in Ordnung.Die Sonne strahlt, Mütter schieben Kinderwagen, Väter und Söhne spielen Fußball ..." bringt mich doch zum Schäumen. Schon mal daran gedacht, dass genau die Sichtweise des letztgenannten Artikels die Ursache des Problems ist?

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13.05.2013 9:46

Anonym (Mann)


Der Spruch "Nach dem Essen sollst du rauchen oder eine Frau missbrauchen", den Freunde immer gebracht haben. Dass meine direkt daneben stehende Freundin eine Vergewaltigung erlebt hat, wissen sie nicht. Bis auf einen. Er bringt den Spruch trotzdem.

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13.05.2013 7:26

Sylva


Besuch bei meiner Gynäkologin. Leider war eine männliche Vertretung zugegen. Nett, zugewandt. Dann meinte er, wir könnten ebensogut gleich den Krebsabstrich mitmachen, dann müsste ich nicht extra kommen. Danach fragte er dann, ob er die Brust abtasten könne. Die Frage war schon irgendwie komisch. Beim Abtasten der Brust hielt er sich ungewöhnlich lange auf und ich fühlte mich äußerst unwohl. Auch die Art, wie er das machte, war nicht medizinisch, aber das wurde mir erst hinterher richtig bewusst. Es war widerwärtig.

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12.05.2013 16:18

so satt


..bei tschibo Reisen, Schickes Prospekt romantischer Urlaubsort, auf dem Photo zur Reise:
Alter Mann - - Junge Frau...
und warum betätigen männliche Fahrer; vor einem, an der Ampel, ihr heck-fenster-scheiben-reinigungs-spritz-ding und grinsen blöd in den Rückspiegel?

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12.05.2013 15:49

anonym (frau halt ist doch egal welche)


vor langer Zeit, ich 20 als Friseurin tätig, ziemlich hübsch und busig...welch Leid!!
alle alten Knacker machten Termine bei mir aus um zu glotzen, Dreck zu erzählen und bestenfalls zu grapschen...hatte keinen Einfluss, war nur Angestellte ausgebeutet vom Chef der genau wusste welch Gewinn ich ihm bringe schlecht bezahlt doch ausgebucht.
Heute 25 jahre später alle Romantik alle Illusion dahin.... einziges Faszit: Männer sind Schweine.
vor 3 Tagen in meinem Laden (jetzt selbstständig) ein Anruf, männlich:" jedesmal wenn ich an dich denke hol ich mir einen runter"
ich: arschloch, und lege auf.
tja...

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12.05.2013 15:24

Anonym


Ich war mit ca 14 mit meiner Mutter im Supermarkt einkaufen. Dort fand irgendeine Werbeaktion statt, deren Bestandteil mehrere als menschliche Plüschtiere vollständig bekleidete Personen waren.

Als wir dann an der Kasse standen (ich stand ganz hinten am Ende der Schlange), kam ein Kerl im Froschkostüm an und fasste mir von hinten an die Schulter. Ich war (leider) eingeschüchtert, sagte nichts und blickte nur stumm nach vorne. Meine Mutter fand es lustig und meinte, ich solle "den Frosch küssen". Ich hab mich dann so lange tot gestellt, bis er dann endlich wegging.

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12.05.2013 15:09

Anonym


Ich habe keinen Freund, bin aber auf Partnersuche. Wenn ich das jemandem erzähle, kommen meist Kommentare oder sogar Blicke, die das Weltbild offenbaren, dass der Mann die Frau aussucht und nicht umgekehrt. Zum Beispiel werde ich von oben nach unten gemustert. Oder es heißt "Am Aussehen kann es nicht liegen". Oder "Nimm doch 5-10 Kilo ab!".

Warum zieht fast keine/r in Erwägung, dass es daran liegt, dass ICH wählerisch bin und einen Partner suche, der wirklich zu mir passt und deshalb auch Angebote ablehne? Und warum geht es immer nur um Äußerlichkeiten? Eigentlich halte ich Männer für so weit entwickelt, dass sie auch auf den Charakter der Frau schauen und nicht nur darauf, wie sie aussieht.

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12.05.2013 11:11

Schockierte Mutter


Fünftklässler: ein Junge sagt zu einem anderen Jungen im Beisein meiner Tochter x: "Willst Du die x ficken?"
Ich bin schockiert, als mir meine Tochter das erzählt und frage mich, was diese Jungs wohl reden oder gar tun, wenn sie noch ein paar Jahre älter sind.

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11.05.2013 21:03

Nadine


Als ich mit 15 Jahren abends allein in einer Großstadt unterwegs war, lief mir ein Mann hinterher. Das ist erst 10 Jahre her, spielte sich in einer Zeit ab, in der meine Mutter mich sicher fand, aber ich ahnte dennoch, worauf das hinauslaufen sollte - mir rauschte das Blut in den Ohren und ich versuchte, schnell in eine belebtere Gegend zu kommen.

Während der kurzen Zeit, in der ich mit diesem schmierigen Typen auf den Fersen zur nächsten Kneipe gestürmt bin, sind mir alle möglichen Horrorszenarien durch den Kopf gegangen (ich habe in Gedanken ständig durchgespielt, wie ich ihn auf Distanz halten könnte).

Als ich die Kneipe erreichte, wurde er langsamer und schrie mir zuletzt hinterher: "Du es machst mit mir für 20 Euro!" Vielleicht wollte er mich nicht vergewaltigen, vielleicht ja nicht, aber wenn mir so einer mehrere Straßen lang hinterherrennt? An diesem Abend jedenfalls bin ich trotz meines geringen Taschengeldes mit dem Taxi heimgefahren (der Barmann ließ mich telefonieren und dort warten).

Ich war eher froh, diesem ekelerregenden Kerl entkommen zu sein, als mich über das "Angebot" aufzuregen und selbst jetzt noch, 10 Jahre später, ist die Angst da, wenn ich nachts allein bin. Ich glaube, sie hat mich vor vielem bewahrt, finde es aber absolut erbärmlich, dass sie hier, in diesem Land, nötig ist, um sich als junge Frau vor Übergriffen zu schützen.

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11.05.2013 19:40

Anonym


Ein Gespräch zum Thema Bewerbungen in einer aktuell laufenden Wochenends-Sendung:

"Ein natürliches, leichtes Make-Up zeigt, dass der Frau der Job auch wirklich wichtig ist."

Liebe Fernsehmacher: Ich weiß nicht, wie es in Ihrem fragwürdigen Business läuft, aber bisher war es meinen potentiellen Arbeitgebern gott-sei-dank scheißegal, dass ich dort komplett ungeschminkt aufgeschlagen bin - ganz im Gegenteil! Oder ist Männern ein Job per se unwichtiger, weil sie in der Regel ungeschminkt in einem Bewerbungsgespräch sitzen?

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11.05.2013 8:30

Ich


Mein ( Noch- ) Nachbar ( Ü70 ) , der ein Päckchen für mich angenommen hat.
Ich erwarte, dass es bei ihm im Flur liegt, stattdessen hat er es in seinem Schlafzimmer deponiert und als ich es holen will , sehe ich , wie er mit herunter gelassenen Hosen da steht.
Dass ich seitdem den Weg zur einer Packstation auf mich nehme, sollte klar sein ...

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10.05.2013 18:42

Anonyma


Winnweiler Fest "Feuer im Gemäuer" heute. Attraktion unter anderem Pooldance. Assoziation: Bordell und Peepshow. Was soll das?

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10.05.2013 4:05

anonym


Mit 13. Eine gruppe jüngerer Jungs wispert hinter mir. Ich verstehe die Worte nicht, aber ich ahne dass sie mir gleich was tun wollen. Einer der Jungen läuft an mir vorbei und fasst mir an die Brust. Ich kann nicht reagieren. Frage mich bis heute, was ich im vor hinein hätte machen sollen. Gebe mir damit selbst die Schuld.

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10.05.2013 1:41

Schlampe!


Was mir in letzter Zeit öfters auffällt,
ist, wie Männer uns Frauen schnell beurteilen
und des öfteren vor allem mit dem der
Beschimpfung "Schlampe". Dabei ist es heutzutage
ein Schimpfwort, welches für zahlreiche
Handlungen steht, die demjenigen nicht gefallen haben,
es fängt dabei an, wenn die Frau ihren Freund
betrügt und hört auf dabei auf, wenn die Frau mit
ihrem Freund Schluss gemacht hat (davor war sie ein
Engel, macht sie Schluss, ist sie direkt ne "Schlampe").
Oder was auch lustig ist, wenn eine Frau als Schlampe
dargestellt wird, weil ihr unterstellt wird, dass sie mit mehreren
Männern geschlafen hat. Ob die Gerüchte stimmen, was die genauen
Hintergründe sind oder ob es nur Ausrutscher waren- es ist vollkommen
egal- aber bei den Männern ist es okay, wenn sie so etwas tun,
da darf keiner was sagen.
Und natürlich die Tatsache, wenn Frau sich etwas knapper anzieht-
das muss wirklich nicht immer sein und ja, man kann es übertreiben,
aber manchmal geht es nicht anders, wie im Sommer
oder manchmal zieht man dann zu einer Party ein Kleid mit etwas
größerem Ausschnitt an, weil das Kleid allgemein schick ist, aber was ist?
Schlampe! Allgemein kann man sagen, es reicht schon den Mann
mit Kleinigkeiten zu verändern, um gleich als Schlampe
dargestellt zu werden, aber der Mann, der darf natürlich alles...

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9.05.2013 11:26

anonym


"Die Frau und der Hund gehören ins Haus." (ein Nachbar)

"Kochen und Putzen ist Weiberarbeit. Wozu hat man denn so viele Weiber im Haus?!" (Vater in einer Familie mit nur Töchtern)

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9.05.2013 11:18

Ann O´Nyma


Der unbekannte ältere Mann, der mich als 19-jähriges "Mauerblümchen" am Schulball zum Tanzen auffordert und mich so eng an sich drückt, dass es mir unangenehm ist.
Ich dachte, beim Tanzen macht man das so...

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8.05.2013 21:28

Anonym


Die Reaktion eines Arbeitskollegen meines Vaters, als er gehört hatte, dass eine andere Arbeitskollegin (und Freundin der Familie) ein Kind erwartet: "Wer will die denn schwängern?"

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8.05.2013 14:41

Ich glaube trotzdem, was ich seh'


Der Typ am Busbahnhof, der mich (es war nachts, ich suchte nach der richtigen Haltestelle und kannte mich dort nicht aus) ansprach mit den Worten, das solle keine Anmache werden, ich sehe nur so aus, als wisse ich nicht wohin, und der mir dann erklärte, wo noch ein Bus fahre. Fand ich nett. Wir sprachen noch ein paar Worte miteinander - bis er mich dann doch anmachte.
Aber es seien ja immer 'die Frauen', die was anderes meinen würden, als sie sagen. Vielleicht sollten derlei Typen radikal damit aufhören, von sich selbst auf andere zu schließen!

Ein anderer Typ, der mich auf englisch plötzlich anlaberte, wie schön er mich fände und meine Bewegungen und überhaupt alles an mir, und der mich auf meine Antwort, dass ich weiter müsse, vorwurfsvoll fragte: "Are you racist?"
Klar, dass ich nicht mit einem mich übergriffig beglotzenden und kommentierenden Typen ins Kino will, liegt natürlich an seiner Hautfarbe, nicht an dem Puzzleteil seines selbstgerechten, egomanen, empathielosen Charakters, den er mir da ungefragt und aufdringlich unter die Nase hielt.
'Die Frauen' wollen ja angeblich immer die Spermapumpe für einen Mann sein, er müsse nur die richtige Hautfarbe haben und wenn XYZ (irgendein Promi, der als gefragt bei Frauen gilt) das gleiche gemacht hätte, wären sie mit Freuden seinen Balzrufen gefolgt. Klar. Deshalb ist es auch ein Mann, der mir das erklärt. Vielleicht sollten diese Typen auch hier aufhören, von sich selbst auf 'die Frauen' zu schließen! Albern genug ist das schon bei heterosexuellen Frauen, bei mir als lesbischer Frau ist es in noch einer zusätzlichen Hinsicht völlig hirnverbraten.

Der Typ, der, als ich vierzehn war und im Sportunterricht auf dem Sportplatz die geforderten Runden lief, am Rand stand und quer über den Platz brüllte: "Da wackelt aber was!", dort stehen blieb und mich die ganze Zeit über beglotzte.
Warum meine Sportnoten irgendwann so schlecht wurden, war natürlich völlig unverständlich. Könnte an den glotzenden Lehrern gelegen haben, aber nein, die gab es ja nur in meiner Einbildung. Könnte an den 'zufällig' betatschenden Jungs gelegen haben, aber nein, das war ja auch nur meine Einbildung. Könnte an den tuschelnden und beobachtenden Mädchen gelegen haben, aber nein, die existierten ja auch nur in meiner Einbildung. Zweibildung. Dreibildung. ...

Das Mädchen, das mich, kaum dass ich ein paar Achselhaare hatte, entnervt fragte, wann ich mir die endlich abrasieren würde. Ich tat es dann. Es gab wahrlich genug Kommentare zu meinem Äußeren, da konnte ich einen weiteren nicht ertragen. Außerdem war das etwas, das ich tatsächlich ändern konnte, das mit den Haaren. Meine Brüste konnte ich nicht magisch kleiner wünschen.
Die Mädchen, die einer damaligen Klassenkameradin von mir ständig rieten, sie solle sich beim Sport, bei dem sie kurze Hosen trug, endlich die Beine rasieren. Ich weiß nicht, ob sie es irgendwann tat. Vermutlich.
Natürlich freiwillig, nicht etwa aus Zwang oder Druck. Und natürlich sei das keine Pflicht für Mädchen, sie müssen nur dauernde Kommentare ertragen, wenn sie es nicht tun, aber das wäre eben so, und nicht Anzeichen einer beeinflussten, voreingenommenen Gesellschaft. Einbildung. Zweibildung. ...

Meine Mutter und meine Tante, die mir, als ich erste Pickel bekam, grinsend auf den Busen glotzten und meinten, dass dann ja bald 'der erste Freund' auftauchen würde (erwähnte ich schon, dass ich lesbisch bin? Und dass ich solche Kommentare auch als Hetero- oder Bi-Mädchen nicht hätte hören wollen, weil es bei den Kommentare nicht um eigenständige Sexualität geht, sondern darum, ein Objekt zu sein, das ein Mann sich demnächst mal schnappen würde?).
Mein Vater, der behauptet, 'kein Problem mit denen (=Lesben und Schwulen)' zu haben, der mir erzählt, dass er diverse Verwandte peinlich fände, weil die 'ein Problem damit' haben und der mir stolz berichtet, dass er ihnen gesagt habe, sie sollen ganz ruhig bleiben, 'das' sei völlig normal und bei manchen Menschen passen biologisches Geschlecht und Gefühle eben nicht zusammen, das wären dann die Homosexuellen.
Und der dann merkt, was er da für einen Dreck gesagt hat, der vor Abwertung nur so strotzt, und der sich dann versucht rauszureden, anstatt dazu zu stehen, da einen gewaltigen Knoten im Hirn zu haben - und dessen Knoten bestehen bleibt, eben weil er leugnet, überhaupt einen zu haben.

Die Typen, die in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Supermarkt meinten, mich ansingen (?) zu müssen. Balzverhalten von Vögeln abgeguckt? Vielleicht sollte ich mal lautstark zurückträllern: "Meise, Spatzen, großer Zeh, dein Trällern tut im Ohr mir weh ..."

Und all die Männer, die meinten, mich zu fragen, ob wir was trinken oder essen oder ins Kino oder Musik hören gehen wollten, und bei denen alles davon (essen, trinken, Film ansehen, Musik hören, ... wohl selbst Zehnägel schneiden) "Ich fick dich" meinte. Subjekt, Prädikat, Objekt. Und die solche Waschlappen sind, dass sie das noch nicht mal sagen, sondern völlig andere Verben benutzen, um zu verschleiern, worum es ihnen eigentlich geht. Und damit sie immer sagen könnten, dass das so nicht gemeint gewesen wäre.
Und die es tatsächlich nötig haben, völlig unsexuelle Betätigungen zu sexualisieren, um sich damit etwas zu erschleichen, von dem sie genau wissen, dass das sowieso keine mit ihnen machen will, denn sonst könnten sie ja von Anfang an ehrlich sagen, was sie wollen.

Sexisten sind Feiglinge. Möchtegern-Mutige (jeden Geschlechts), die nach dem Schulterklopfen der Mitglieder ihres Vereins gieren und dafür andere Menschen benutzen.
Und die so wenig von emotionaler Nähe und Beziehungen (im engen wie im weiten Sinn) verstehen und auf die Reihe bekommen, dass sie süchtig nach 'Sex' und Sexualisierung sind, weil das die einzige Möglichkeit ist, Verbindung herzustellen und zu empfinden. Weil Emotionen ja Schwäche zeigen würden und sie die harten Kerle und harten Frauen wären, die über die 'Sensibelchen' den Kopf schütteln würden.
Deshalb nennen sie einen auch gern übersensibel oder empfindlich oder zu schwach oder voller verweichlichter Einbildungen. Weil sie sich das selbst nicht trauen und zugestehen und können (die Sensibilität, die Weichheit, die emotionale Selbst- und Fremdfürsorge) und deshalb 'ficken' müssen, weil 'ficken' die einzige 'Emotion' ist, die sie kennen und können. Und die sie deshalb für ihr Recht halten und bis auf den Tod verteidigen. Denn ohne die haben sie gar nichts.
Deshalb laufen sie emotional auch ständig über, können damit aus Unfähigkeit nicht umgehen und versuchen sich dann, über 'ficken' zu regulieren. Deshalb reagieren sie auch so getroffen darauf, dass ihnen das 'ficken' und 'flirten' weggenommen werden könnte, denn dann hätten sie kein Ventil mehr für ihre Emotionen. Und müssten sich mal ganz allein um sich kümmern. All den weichen 'Frauenkram' machen, der sie so überfordert.
Was Sex ist, wissen die so wenig, wie ein Verhungernder ein Zehngänge-Menü als solches zu erfassen vermag. Hauptsache was zwischen den Zähnen, möglichst schnell, möglichst viel und möglichst ohne irgendeine Anstrengung.
Sexisten geht es nie um Sex. Es geht ihnen um ein Ventil. Aber das wissen sie nicht, weil sie glauben, dass jeder und jede mit dem Wort Sex dieses Ventil meinen würde. Deshalb verstehen sie die ganze Debatte auch nicht.
Aber ich weiß schon, das ist ja nur meine Einbildung, Zweibildung, Dreibildung, ... - "Meisen, Spatzen, großer Zeh, ich glaube trotzdem, was ich seh." So.

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